Finalistin der Dating-Show „Der Bachelor“ (Staffel 6) Anetti Zhernova im Interview für 2KOLYORY

Das Team von 2KOLYORY traf sich kurz vor ihrem Geburtstag mit Anetti Zhernova, Finalistin der romantischen Show „Der Bachelor“ – Staffel 6 auf dem Fernsehsender STB. Wir sprechen über das Leben, über Menschen und Pläne für die Zukunft. In einem kurzen Interview für die Marke 2KOLYORY haben wir versucht herauszufinden, wie Anetti Zhernova wirklich ist. Manche verehren sie, andere mögen sie weniger. Anetti ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit: charismatisch, sehr kreativ, temperamentvoll, unberechenbar und bezaubernd.

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Das Projekt hat gezeigt, dass du ein ziemlich direkter Mensch bist, der Unaufrichtigkeit bei anderen sofort erkennt. Wie gelingt es dir, unter allen Umständen du selbst zu bleiben?

Das Gefühl, dass jemand nur etwas vorspielt, entsteht nicht im Kopf, sondern in der Intuition. Eigentlich scheint alles in Ordnung zu sein, aber etwas in mir macht mich misstrauisch und beunruhigt mich. Zuerst kann ich nicht genau sagen, woran es liegt, aber mit der Zeit offenbart sich der Mensch, und ich verstehe, woher meine Sorgen und mein Unbehagen kamen.

Als vielseitiger, kreativer Mensch schreibst du wundervolle Gedichte, singst und hast sogar schon ein Konzert gegeben. Hast du den Wunsch, dich in diese Richtung weiterzuentwickeln?

Der Wunsch ist da. Gedichte brauchen Musik, deshalb habe ich mich für einen Gitarrenkurs angemeldet. Wenn man nur ein paar Akkorde kennt, merkt man schnell, dass das nicht ausreicht. Ich kann mich zwar begleiten, aber ich würde es gerne professioneller machen. Außerdem liebe ich es, mich selbst zu verbessern.

Du hast dich als Radiomoderatorin in Odessa versucht. Würdest du auch gerne als Moderatorin im Fernsehen arbeiten?

Vor allem ist das Format der Sendung entscheidend für mich. Stil und Art der Informationsvermittlung sind mir wichtig. Im Fernsehen gibt es derzeit viele Moderatoren, deren gekünstelte, unaufrichtige Art der Moderation einen einfach nicht überzeugen kann. Manchmal kann ich mich nicht dazu zwingen, ihnen das, worüber sie sprechen, auch nur ansatzweise abzukaufen. Es scheint, als würden sie sich selbst nicht glauben. So eine Moderatorin möchte ich nicht sein. Das Format muss mir die Möglichkeit geben, kreativ zu sein, meinen eigenen Stil zu bewahren und das Recht auf meine eigene Wahrheit sowie meine eigene Sichtweise zu haben.

Vielleicht fehlt uns ein neues Projekt, bei dem sich der Moderator nicht in vorgegebene Rahmen presst, sondern er selbst bleibt – mit seinen Ecken, Kanten und seiner Menschlichkeit, was der Zuschauer dann auch spüren kann?

Vielleicht ist das so, und ich würde sehr gerne als Moderatorin in einem solchen Projekt arbeiten. Ich habe außerdem eine Regelmäßigkeit bemerkt: Wenn der Moderator ein Mann ist, gelingt es ihm besser, natürlich zu bleiben oder, wie man so schön sagt, seinen eigenen Charme in die Intonation einzubringen. Das kann ich über Moderatorinnen leider nicht behaupten. Die Welt der sozialen Netzwerke ist viel demokratischer und weniger an starre Formate gebunden. YouTube, Facebook und Instagram ziehen eine riesige Anzahl an Nutzern an.

Informationen von Bloggern erreichen den Konsumenten schneller. Hast du einen Blog oder Ähnliches?

Ja, ich habe einen YouTube-Kanal. Momentan lade ich dort nur meine Clips und Gedichte hoch. Ich denke, mit der Zeit wird er noch vielfältiger. Blogger werden Menschen, die in der Lage sind, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen: Ratschläge geben, Erlebtes weitergeben – und dabei sie selbst bleiben, ohne ihre Individualität zu verlieren. Ehrlichkeit ist immer gewinnend. Gerade jetzt mangelt es in der Gesellschaft, in persönlichen Beziehungen usw. sehr daran.

Wovon träumst du?

Es ist ein großer Wunsch von mir, beim großen Kino mitzuwirken.

Hast du eine Schauspielausbildung?

Ich habe vor ein paar Jahren einen Schauspielkurs besucht, plane aber, die Ausbildung wieder aufzunehmen und meinen Traum zu verfolgen!2.jpg

Glaubst du an den Zufall?

Nein, alles, was mit uns passiert, ist kein Zufall. Jedes einzelne Ereignis ist mit etwas in deiner Vergangenheit oder Zukunft verbunden. Alles geschieht aus einem bestimmten Grund in deinem Leben. Die alten Weisen sagten: „Ein Zufall ist eine Fügung Gottes“.

Bist du ein offener Mensch im Leben?

Nur bei Menschen, die mir nahestehen. Man kann seine Seele nicht für jeden sperrangelweit offen halten. Dein innerer Reichtum ist tatsächlich dein größter Wert. Wenn man jedem seine Seele öffnet, geht man respektlos mit sich selbst und seinen Werten um, die man über lange Zeit angesammelt hat – man riskiert sogar, seine eigene Energie zu verlieren. Es gibt verschiedene Menschen: Die einen schenken einem Gutes, die anderen laufen mit „schmutzigen Schuhen“ durch das Herz und bemerken nicht einmal, dass sie einen verletzt haben. Offen zu sein, kann gesundheitsgefährdend sein (lächelt).

Wie hat sich dein Leben nach dem Projekt verändert?

Das Projekt war eine gute Lebensschule. Einerseits hat es mich bekannt gemacht und mir Popularität gebracht; andererseits hat es meine Einstellung zu manchen Dingen verändert.

Und die letzte Frage, die sicher viele interessiert: Hast du einen geliebten Menschen an deiner Seite?

Vielleicht ja, vielleicht auch nein (lächelt spielerisch). Wir wünschen Anetti viel Erfolg und hoffen, dass sich ihre Träume und Pläne im kommenden Jahr 2017 erfüllen!

Alle Looks an Anetti stammen aus der neuen Kollektion von 2KOLYORY:

Kleid „Östlicher Garten“ schwarz

Vyshyvanka-Kleid „Barvohrai“ milchweiß

Vyshyvanka-Kleid „Romby Kosach“ schwarz

Vyshyvanka-Kleid „Romby Kosach“ beige

Schuhe: Marke O’darca

Make-up und Frisur: Nadiya Monko und Kseniya Halchenko

Fotografin: Larysa Korytska

Location: Design-Hotel „11 Mirrors“

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